Freundeskreis Busecker Schlosspark

Freundeskreis Busecker Schlosspark e.V.

Unsere Ziele


logo_freundeskreis klein
Wer selbst schon einmal einen Garten im Privatbereich zu pflegen hatte, weiß, dass dies mitunter sehr pflege- und vor allem auch kostenintensiv ist. Der Schlosspark mit seinen Einrichtungen ist Eigentum der Gemeinde Buseck. Er ist ein bedeutendes Gartendenkmal in Hessen und soll für die Bevölkerung ein wichtiger Ort der Erholung und Begegnung sein. Der Verein verfolgt ideell und materiell den Zweck der Denkmal- und Landschaftspflege sowie die Förderung von Kunst und Kultur.

Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:
das Bestreben, den Park für die Bevölkerung zugänglich zu halten
das Sammeln von Spenden
Mittelbeantragung u.a. bei Behörden, Stiftungen, etc.
fachliche Führungen und Vortragsveranstaltungen
fachliche, finanzielle und praktische Unterstützung der Eigentümerin bei Sanierungsvorhaben
die Durchführung kultureller Veranstaltungen und Teilnahme an solchen
die Verlegung von Druckschriften und Digitalmedien
Exkursionen zu anderen gartenkulturellen Einrichtungen
Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Buseck sowie der umliegenden Region sollen mit der Bedeutung dieses Ortes vertraut gemacht werden. Der Verein fördert den Park in seiner Funktion als Gartendenkmal, als öffentlich zugänglicher Park und Naherholungsgebiet.
Die besondere Bedeutung des Parks drückt das umfangreiche Parkpflegewerk aus. Wir zitieren hier die Zusammenfassung.

Parkpflegewerk Schlosspark Großen-Buseck


Die Biebertaler Planungsgruppe hat der Gemeinde Buseck am 21.08.2008 ein so genanntes Parkpflegewerk für den Schlosspark in Großen-Buseck übergeben. Der Arbeitskreis „Historische Gärten“ der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) formuliert in seinen Leitlinien zur Erstellung eines Parkpflegewerks deren Zielsetzung und den Zweck: „Ein Parkpflegewerk ist ein Instrument zur Analyse, zur Dokumentation, zur denkmalgerechten Pflege, zur Erhaltung und Restaurierung historischer Gärten, Parks, Plätzen und Grünanlagen. Es umfasst jeweils ein mit allen beteiligten verabredetes Programm für die Pflege, Unterhaltung und Umgestaltung im Hinblick auf Denkmalwert der Anlage.“

Auf dieser Grundlage hat die Biebertaler Planungsgruppe von Oktober 2007 bis August 2008 eine örtliche Bestandsaufnahme vorgenommen und alle vorliegenden Informationen und Unterlagen, wie Fotos zusammengetragen und ausgewertet. Zahlreiche Zeitzeugen, die sich noch an den Zustand des Parks in der Vor- und Nachkriegszeit erinnern konnten wurden befragt. Die Gemeinde hatte diesbezüglich vor allem die älteren Mitbürger zu einem Erzählnachmittag in das Busecker Kulturzentrum eingeladen, bei dem interessante Geschichten um Schloss und Park vorgetragen wurden. Die Biebertaler Planungsgruppe bedankt sich besonders bei den Mitarbeitern der Gemeinde Buseck, Herrn Körber und Herrn Heitmann, dem Freundeskreis Schlosspark Buseck mit dem (damaligen, A.d.R.) Vorsitzenden, Herrn Gerhard Jungermann, die die Arbeit und Recherchen stets begleitet haben. Ebenso ist Frau Ilse Reinholz-Hein zu danken, ohne deren Kenntnisse der vorliegenden historischen Unterlagen sowie ihrer einschlägigen Veröffentlichungen, die geschichtlichen Belange erst mühsam hätten erforscht werden müssen.

Das Parkpflegewerk umfasst die Aufarbeitung der geschichtlichen Entwicklung des Parks vor allem seit dem 18. und 19. Jahrhundert sowie die Erfassung und Bewertung des Bestandes. Auf dieser Grundlage wurde der gartendenkmalpflegerische Wert des Parks analysiert und ein Entwicklungskonzept erarbeitet, wie der Park in den kommenden Jahren und Jahrzehnten unterhalten und gestaltet werden soll. Das erarbeitete Parkpflegewerk dient der Gemeinde als Leitfaden für die zukünftige Entwicklung des Parks und ermöglicht unter Hinzuziehung von detaillierten Fachplanungen die Beantragung von staatlichen Mitteln des Denkmalschutzes.

Vor allem Spuren aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert prägen den Park. In dieser Epoche war die Gestaltung von Parks nach dem Vorbild der englischen Landschaftsgärten zeitgemäße Ausdrucksform. Bereits zuvor war ein Barockgarten mit Schmuckelementen, Orangerie und Nutzgartenbereich angelegt, aus dessen Zeit allerdings kaum Bestände nachweisbar sind. Hingegen geben Altbäume, Hinweise auf Pavillons, topografische Anzeichen für Wegeverläufe sowie fotografische und textliche Dokumente Auskunft über die Gestaltung des Schlossparks um 1900.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse und im Hinblick auf die heute öffentliche Nutzung des Parks und des Schlosses wurde ein Maßnahmenkonzept zur Entwicklung erarbeitet. Dieses umfasst vor allem Ausführungen zur Erhaltung der historischen Substanz der Parks und darüber hinaus die schrittweise Wiederherstellung der Wegesysteme und Ausstattungssysteme, aber auch die Aufwertung der Teiche zur Erholung der Parkbesucher, die Eingliederung von Spielflächen sowie den Vorbehalt einiger Flächen für unter Schutz stehende Tierarten. Langfristiges Ziel ist die Verdeutlichung und teilweise Rekonstruktion der historischen Gestaltung des Parks unter der Prämisse der Nutzung und Erhaltung durch die Öffentlichkeit.

Gartendenkmale sind weitaus mehr als einfaches „Erholungsgrün“. Sie sind ein Kunstwerk ihrer Zeit, gestaltet nach architektonischen und gartenkünstlerischen Ideen und Gestaltungsprinzipien. Für heutige und kommende Generationen besteht die Verpflichtung, solche historischen Denkmale zu erhalten und zu pflegen. Mit der Erarbeitung eines Parkpflegewerks hat die Gemeinde Buseck einen großen Schritt in diese Richtung getan.