Freundeskreis Busecker Schlosspark

Freundeskreis Busecker Schlosspark e.V.

Lage des Parks



Der Schlosspark befindet sich am Ortsrand von Großen-Buseck. Die Gemeinde Buseck im Landkreis Gießen umfasst die fünf Orte Alten-Buseck, Großen-Buseck, Beuern, Oppenrod und Trohe mit einer Gesamtfläche von knapp 40 km² und über 13.000 Einwohnern.

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In dem bis zum Zweiten Weltkrieg ausgesprochen landwirtschaftlich geprägten Ort hat sich der dörfliche Charakter bis heute erhalten. Durch die Nähe zu Gießen und der Autobahn haben sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt Handel und Gewerbe angesiedelt, zugleich dienen die Orte als Wohngemeinden für die Stadt Gießen. Eine entsprechende Infrastruktur für die Verbindung zur Stadt aber auch innerörtliche Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten sind gegeben.

Der auf einer Höhe von etwa 220 m ü NN gelegene Ort wird landschaftlich geprägt durch das Flusstal der Wieseck und den Einschnitt des Welsbaches zwischen Hohe- und Attenberg, welcher entscheidend für den Verlauf des alten Handelsweges und daraus resultierend für die Lage des Schlosses war. Der Bach mündet im Ortsbereich in die Wieseck die dann weiter nach Gießen fließt. Vorkommende Bundsandsteine wurden für den Bau wichtiger Gebäude verwendet, beispielsweise in der Evangelischen Kirche, im Westflügel des Schlosses sowie für das dort eingesetzte Wappen. Die Tonvorkommen der Region wurden in der Keramikindustrie eingesetzt.

Bereits um 800 werden Ansiedlungen im Busecker Tales, vermutlich Alten-Buseck, erstmals als Besitzungen der Klöster Hersfeld und Fulda, später auch des Klosters Arnsburg erwähnt. Jedoch kann von einer Besiedlung bereits in früherer Zeit ausgegangen werden. Seit dem 13. Jahrhundert sind im Ort befestigte Häuser bzw. Burgen nachweisbar, die Lehen wurden durch hessische Landgrafen vergeben, bis in das 19. Jahrhundert waren daher die Besitzer des Schlosses Buseck Lehnsherren und Herren über den Ort. Sie vergaben Pachtland und nahmen die Zehntabgaben entgegen. Auch im Wappen der Gemeinde ist die dichte Verknüpfung zu den Herren des Schlosses dokumentiert, hier fließen die Wappen der Familien von Trohe, von Schutzbar gen. Milchling, von Buseck und von Nordeck zur Rabenau ein.

Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts ist Großen-Buseck als Gerichts- und Verwaltungssitz des Busecker Tales belegt. Brände, Plünderungen und Verwüstungen vor allem während des Mittelalters trafen die Gemeinden, im 17. Jahrhundert auch die Pest. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wuchs der Ort stetig. Bereits 1868 wurde Buseck an die Eisenbahnlinie angeschlossen, 1901 erhielt der Ort Wasserleitung, bereits um 1880 eine Straßenbeleuchtung, 30 Jahre später wurden die Petroleumlampen durch Elektrizität ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich zahlreiche Heimatvertriebene an, die zeitweise auch im Schloss Unterkunft fanden.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung unterstützt Kommunen bei der Erarbeitung und Förderung städtebaulicher Maßnahmen, unter Anderem in dem von der Gemeinde Buseck beantragten Programm zur Einfachen Stadterneuerung. Hier soll der Ortskern von Großen-Buseck entsprechend historischer Verknüpfung und aktuellen Ansprüchen an Infrastruktur und Dienstleistungen aufgewertet und private Initiativen gefördert werden. Im Planungsgebiet ist das Schloss mit Park jedoch nicht aufgenommen, da Nutzung und Erhaltung bereits gewährleistet sind.

Quelle: Parkpflegewerk Großen-Buseck, Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Hessen Wiesbaden, erstellt von der Biebertaler Planungsgruppe, Seiten 4 bis 5