Freundeskreis Busecker Schlosspark

Freundeskreis Busecker Schlosspark e.V.

1350 bis 1750



Vermutlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts entsteht am Handelsweg, der entlang des Welsbaches zwischen Hoheberg und Attenberg ins Wiesecktal führt, ein Wohnturm als Grundlage des heutigen Schlosses. Die Lage an Handelsweg und Bach gewährleistet Zolleinkünfte, Sicherheit und die Versorgung mit Wasser. Im Mittelalter werden für Großen-Buseck vier Burgen – teilweise Wasserburgen – urkundlich erwähnt.

Die erste gesicherte Erwähnung des Schlosses, einer „Burg mit Zugehörungen“ stammt aus dem Jahr 1458. Das Lehen wird hier an die Familie von Trohe vergeben. Wirtschaftshof und Ländereien dienen der Versorgung der Burgbewohner. Auf dem heutigen Schlosspark-Gelände findet sich zu dieser Zeit noch eine zweite Burg, der sogenannte „Perch“, der ebenfalls an die Familie von Trohe als Lehen gegeben wird. Zur Burg gehört auch die Zehntscheune, deren Nachfolge-Bau noch heute steht. Hier werden die Abgaben der Bauern gesammelt und gelagert.

Bis zum 17. Jahrhundert wechseln die Lehnsherren drei mal, der Wohnturm, auf dessen Grundmauern das heutige Schloss steht, wird in ein größeres Haus, den heutigen Westflügel umgebaut und vermutlich wird ein Bergfried errichtet. Der Zugang zum Westflügel erfolgt über eine Zugbrücke. Der benachbarte „Perch“ wird aufgegeben und dadurch Grundstück und Bewirtschaftung zusammen gelegt. Die Teiche dienten voraussichtlich bereits zuvor der gemeinsamen Nutzung durch Fischzucht. Das Schloss wird vorwiegend als Sommersitz bzw. nur zeitweilig bewohnt, möglicherweise ist vor dem Westflügel bereits ein kleiner Ziergarten angelegt.

1676 werden die Nebengebäude des Schlosses (Scheunen und Ställe) bei einem Dorfbrand komplett zerstört, die Zehntscheune wird bereits ein Jahr später wieder errichtet. Anfang des nächsten Jahrhunderts wird das Pächterhaus errichtet, später auch weitere Scheunen und Häuser.

1750 übernehmen die Lehnsherren von Nordeck zur Rabenau das Schloss mit seinen zugehörigen Grundstücken und behalten es bis auf eine kurze Unterbrechung bis zu seinem endgültigen Verkauf knapp 250 Jahre später.
Zum Schloss gehören neben dem Gut auch weitere Häuser im Dorf, Waldflächen, Äcker, Wiesen, Gärten sowie Erträge und Zinsen aus Verpachtungen.

Wenige alte Bäume lassen sich auf diese Zeit zurückführen, beispielsweise die Eiche hinter dem Denkmal, eine Eiche am Rand des kleinen Teiches sowie zwei heute nur noch als Baumstümpfe zu lokalisierende Bäume.
Quelle: Parkpflegewerk Großen-Buseck Hrsg. Landesamt für Denkmalpflege Hessen Wiesbaden, erstellt von der Biebertaler Planungsgruppe, Seiten 6 bis 7

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